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Cassius Dio und die Römische Republik Das Bild der römischen Gemeinschaft in den Büchern 3–35 der Romaika

BzA (273) Berlin/ New York 2009

Es handelt es sich um eine leicht erweiterte Fassung der Inauguraldissertation zur Erlangung der Doktorwürde: Der Senator und Geschichtsschreiber aus severerischer Zeit (ca. 160 – ca. 230 n. Chr.) Cassius Dio gilt der Forschung als ein Autor, der letztlich in fast totaler Abhängigkeit seine Quellen nur ausschreibe und ihrem Urteil blind folge. Die Dissertation versucht, durch die detaillierte sprachliche Betrachtung signifikanter Passagen nachzuweisen, dass Cassius Dio zumindest für die Bücher über die Römische Republik bis zu Sullas Diktatur 80 v. Chr. nicht derart abhängig ist, sondern durch die Auswahl, Kombination, Ergänzung oder Kommentierung der Vorlagen ein eigenes Bild zu erzeugen versucht. Dieses Bild ist maßgeblich geprägt von der stoischen Lehre, insbesondere den Vorstellungen des Poeidonios von Apameia (135 – 51 v. Chr.). So versucht der Historiograph Anleitung zu geben, um aus der von ihm so empfundenen zeitgenössischen Krise des Imperiums hinauszufinden.